Bergbaulandschaft Frohnau

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Die Bergbaulandschaft Frohnau mit ihren Halden und über- und untertägigen Montandenkmalen steht für den Übergang vom Silbererzbergbau (ab Ende 15. Jahrhundert) zum Bergbau auf Wismut, Kobalt und Nickelerze (ab 18. Jahrhundert), bis hin zum Uranerzbergbau in der letzten Bergbauperiode (Mitte 20. Jahrhundert).

Die Umwandlung von ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen auf dem Schreckenberg bei Frohnau in eine Bergbaulandschaft war eng mit der systematischen Suche nach neuen Erzlagerstätten in den oberen Teilen des Erzgebirges verbunden, ausgelöst durch den temporären Niedergang der Bergwerke in der Freiberger Region. Mit der Entdeckung der ersten Silbererze am Schreckenberg 1491 begann der Vortrieb zahlreicher Stolln. Zu den Hauptstolln des Frohnauer Bergbaugebietes entwickelten sich der Orgelstolln und der 15 m tiefer gelegene, zur gleichnamigen Grube gehörende Markus-Röhling-Stolln. Die Grube „Markus Röhling“ wurde mit einer Fördermenge von über 15 t Silber und 2.500 t Kobalterzen zur bedeutendsten im gesamten Annaberger Revier. Die Sehma diente als Wasserablauf für alle Stollen der Bergbaulandschaft Frohnau sowie für die Bergwerke in Buchholz und unter der Stadt Annaberg.

Der Frohnauer Hammer mit dem zugehörigen Hammerherrenhaus ist ein Beleg für die Metallverarbeitung und war vorübergehend auch ein bedeutender Münzstandort. Er ist das älteste unter Denkmalschutz stehende Technische Denkmal Deutschlands.

Was ist zu besichtigen?

Mitglieder der Montanregion in der Tschechischen Republik

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