Städtische Denkmalschutzzone Horní Blatná

logo EU logo SNCZ logo Krušnohorsky

Die Stadt Horní Blatná (Bergstadt Platten) – gegründet im Jahre 1532 vom sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich als Zentrum des Zinnabbaus, aber auch für den Abbau anderer Erze – ist eines der anschaulichsten Beispiele für die im Renaissancestil erbauten Bergstädte des Erzgebirges. Diese wurden praktisch auf der grünen Wiese, mit einem großen zentralen Platz und einer rechtwinkligen Anordnung der wichtigsten Straßen errichtet. Obwohl einige Häuser nach 1945 abgerissen wurden, kann sich Horní Blatná, neben Výsluní (Sonnenberg), der am besten erhaltenen Bausubstanz von allen Bergstädten auf der böhmischen Seite des Erzgebirges rühmen. In der Stadt haben sich mehrere historisch wertvolle Objekte mit einem Gebäudekern aus den Stilepochen der Gotik und der Renaissance sowie eine Reihe jüngerer Objekte der volkstümlichen Architektur des 18. Jahrhunderts mit Fachwerkkonstruktionen erhalten. Von hohem historischem Wert sind insbesondere die St.-Laurentiuskirche, das Pfarrhaus, das Patrizierhaus mit der Hausnummer 4 (jetzt ev. Nummer 1), die Bürgerhäuser Nr. 6 und 127 sowie die Fachwerkhäuser Nr. 28, 29. 1992 wurde der historische Kern von Horní Blatná zur städtischen Denkmalschutzzone erklärt. Das Haus Nr. 127 beherbergt das Stadtmuseum mit einer Ausstellung über die Zinngewinnung.

Grundlegende Informationen
Hauptrohstoffe: Zinn, Eisen (Kupfer, Zink, Mangan, Uran)
Bergbauperiode: 2 - 5
Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Členové Montanregionu v Česku

           
Abertamy Boží Dar Horní Blatná Jáchymov Krupka Loučná pod Klínovcem