Eliastal

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Im Eliášské údolí (Eliastal) werden die Relikte der Silbererzgewinnung aus dem 16. bis 19. Jahrhundert in einzigartiger Weise mit denen des Uranerzbergbaus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kombiniert. Die Relikte der ältesten Epoche der Grubenarbeiten sind am besten auf der Anhöhe Hřeben zu erkennen, wo sich Dutzende von Halden und Pingen befinden, die den Verlauf der Hauptsilbergänge folgen. Als Versorgungsquelle für das Antriebswasser der Grubenanlagen wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts im Eliastal der Heinzenteich (heute Horký rybník) mit einer gewaltigen gewölbten Schleuse aus Stein angelegt. Von dort wurde das Wasser durch den Kunstgraben zu dem Schacht Elias und später, im 19. Jahrhundert, zur Grube Werner (Rovnost) abgeleitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich vor allem der mittlere Teil des Eliastals im Zusammenhang mit dem Uranbergbau stark verändert. Das riesige Ausmaß des Untertagebaus belegen die gewaltigen Halden der neuzeitlichen Schächte Eduard, Jiřina und Eva und – auf einem höheren Niveau – der Schächte Rovnost, 14 und Adam. Von den Betriebsgebäuden, zu denen auch eine große Aufbereitungsanlage gehörte, ist nur noch der Torso des Kompressorenhauses erhalten. Ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen, verschwanden zudem die Objekte der Strafgefangenenlager Eliáš I und Eliáš II. An die Zeit der Unfreiheit erinnert ein Mahnmal mit einem Kreuz, das im Gedenken an die hier inhaftierten Pfadfinder aufgestellt wurde.

Grundlegende Informationen
Hauptrohstoffe: Silber, Kobalt, Nickel, Wismut, Arsen, Uran, radioaktives Wasser
Bergbauperiode: 2 - 7
Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Členové Montanregionu v Česku

           
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