Zinn- und Eisenrevier Bludná

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Bei der untergegangenen Ortschaft Bludná (ursprünglich Irrgang) befanden sich bedeutende Zinnerz- und Eisenerzlagerstätten, die wahrscheinlich schon an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert abgebaut waren. Der Zinnerzabbau wurde einerseits direkt im Ort, andererseits aber vor allem im Bereich Schneebergl (Sněžné hůrka) bewerkstelligt, wo beispielsweise die Gruben Susanne, Lorenz und Heiliger Geist arbeiteten. Die ausgedehntesten Relikte der hiesigen Grubenarbeiten sind die oberirdischen Erzabbaustöße der Grube Susanne – ein Zug vertikaler Erzabbaustöße von 400 m Länge, 5 m Breite und bis zu 10 m Tiefe. Haupteisenerzgrube war die Grube Hilfe Gottes mit dem Göpelschacht, der bis Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb war. In der nahegelegenen Grube Gustav wurde noch im Ersten Weltkrieg Abbau betrieben. Das Wasser für den Antrieb der Grubenanlagen wurde über den durch Bludná hindurchfließenden Plattner Kunstgraben herbeigeführt. An die Standorte der wichtigsten Eisenerzgruben erinnern zahlreiche Halden und Vertiefungen an den Mundlöchern der Schächte und Stollen.

Grundlegende Informationen
Hauptrohstoffe: Zinn, Eisen (Kupfer, Zink, Mangan, Uran)
Bergbauperiode: 2 - 5
Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Členové Montanregionu v Česku

           
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